Ralph Schunk
Das geplante Bürgerhaus im Stolberger Stadtteil Zweifall lässt weiter auf sich warten. Obwohl für Umbau und Umnutzung der ehemaligen Kirche St. Rochus Fördermittel des Bundes in Höhe von zwei Millionen Euro bereitstehen, fehlt nach wie vor eine zentrale Voraussetzung: eine verbindliche Regelung zur Finanzierung des laufenden Betriebs.
Nach dem Hochwasser 2021 gewann das Projekt zusätzlich an Bedeutung, da auch das bisherige Kita-Gebäude schwer beschädigt wurde und teilweise in Räume der Kirche verlagert werden musste. Der Verkauf der kirchlichen Gebäude an die Stadt Stolberg war Voraussetzung für die weiteren Planungen.
Ein Knackpunkt bleibt die langfristige Nutzung und Finanzierung. Der Förderverein fordert eine verlässliche Zusage, bevor weitere Schritte erfolgen. Laut Bericht liegt der Stadt seit längerer Zeit ein Vertragsentwurf vor, eine Einigung wurde bislang jedoch nicht erzielt.
Hinzu kommt die angespannte Haushaltslage der Stadt Stolberg. Für 2026 wird ein Defizit von rund 23,5 Millionen Euro erwartet. Freiwillige Leistungen stehen deshalb besonders unter Druck.
Die Stadt verweist zugleich auf alternative Treffpunkte und bestehende Räumlichkeiten in Zweifall. Eine Entscheidung über das Bürgerhaus gilt dennoch für viele Bürgerinnen und Bürger als wichtiges Signal für die Zukunft des Ortes.
Quelle: Aachener Zeitung / Stolberg-Eschweiler, 28. April 2026, Artikel „Das Bürgerhaus für Zweifall verzögert sich weiter“ von Sonia Esser.


